von Federico Garcia Lorca
Schau - und Puppenspiel, Konzeption
Scenografie und Spiel: Maria Mägdefrau
Regie: Anne Eicke
Regieassistenz: David Hannak
In Die wundersame Schustersfrau wird Maria Mägdefrau auf der Fläche eines einfachen Tapeziertischs die intrigenbeladene Welt eines spanischen Dorfes entstehen lassen. Die, wie im stets heissen Andalusien, im kalkfarben-hellen Raum gespielte Inszenierung enthält Lieder und, für die Moritat des verkleideten Schusters, Elemente des Schattenspiels.
Der Schuster eines Dorfes, schon in den Fünfzigern, heiratet eine sehr schöne Achtzehnjährige von draußen, die wohl einer armen, nicht seßhaften Bevölkerungsgruppe angehört.
Das Dorf spuckt Galle. Die Schustersfrau wehrt sich heftig. Aber der Schuster erliegt den bösen Zungen, und im Glauben, daß seine Frau ihn betrügt, verläßt er sie und geht in die Fremde.
Die Schustersfrau hofft auf seine Rückkehr, bleibt im Dorf und, um zu überleben, eröffnet sie einen kleinen Ausschank. Verleumdet von den Frauen, belagert von den Männern, hält sie stand und wartet.
Der Schuster, getrieben von Sehnsucht und Rache, erscheint in der Verkleidung eines Bänkelsängers, erkennt die Festigkeit und Treue seiner Frau, und gerade, als ihr Vertreibung oder Steinigung droht, gibt er sich zu erkennen, und sie bieten Widerstand zu zweit.